change – kalt erwischt.

von sons – agentur für strategische und kreative markenentwicklung.

 

da bereitet man sich lange auf eine neue situation vor, hofft, plant, leistet überzeugungsarbeit – und dann das: die veränderung passiert. einfach so. ohne vorwarnung.

so war das auch bei uns. wir hatten kaum zeit, uns zu fragen, ob wir in das kalte wasser des change-prozesses tatsächlich eintauchen wollten. konnten nicht gedanklich in aller ruhe mal durchspielen, wie es wäre, wenn dies oder jenes geschähe. ein paar trockenübungen an land – das war’s dann auch schon. wir stürzten in die veränderung, strampelten, japsten nach luft und lernten zu schwimmen. etwas anderes blieb uns auch gar nicht übrig.

genau hier fängt »change« an. wenn sich etwas verändert, kommt es darauf an, wie man damit umgeht. wir sind dabei zu lernen, dass unerwartetes nicht nur selbstvertrauen, sondern auch gottvertrauen und vertrauen in die mitarbeiter voraussetzt. eine herausfordernde aber auch wunderbare erfahrung.

im hinblick auf ihre marke können wir ihnen aus eigener und der erfahrung aus vielen kundenprojekten ein paar gedanken auf den weg mitgeben.

change fordert aktivität
die meisten menschen sind veränderungen gegenüber erst einmal skeptisch. denn veränderungen fordern, dass man sich ihnen stellt – ob man will oder nicht. das gute ist: an irgendeinem schönen tag wachen sie auf und wissen, dass sie gerade inmitten eines veränderungsprozesses stecken!

in einem unternehmen haben größere veränderungen weitreichende folgen. sie wirken sich immer auf die marke aus – auch wenn wir oft nicht gleich wissen können, in welchem grad dies geschieht. deshalb sollten wir während dieses prozesses wachsam sein und neuen gegebenheiten aktiv begegnen. das ist mindestens genauso wichtig wie eine bestmöglich vorbereitete marken- und kommunikationsstrategie.

eine reise ins ungewisse
wenn der plan noch nicht steht und das ergebnis noch offen ist, stellen sich fragen wie: sind wir in der lage, diese herausforderungen anzunehmen und mit ihnen konstruktiv umzugehen? hat die marke das rückgrat, die kultur und visionäre kraft, um unser unternehmen und unsere kunden auf diese reise mitzunehmen? gelingt es uns, in alle richtungen genügend vertrauen aufzubauen? eine starke, von innen gelebte marke bleibt ihren werten treu. sie hält veränderungsprozesse aus und bietet zugleich raum, um neues zu gestalten.

der markenspagat
selbst wenn wir nicht von disruptiven märkten sprechen, wirken sich veränderungen für eine marke immer in zwei richtungen belastend aus: zum einen sollen sie für sicherheit sorgen, zum anderen erwartet man von ihnen die schaffung von perspektiven. In diesem zwiespalt ist die marke weder bewahrer noch erneuerer. das vertrauen in sie muss sich also durch eine neue eigenschaft rechtfertigen: der fähigkeit, sich ohne gesichtsverlust gestaltungsfähig zu verhalten. dazu muss sie sich zwar regelmäßig erneuern, aber nicht immer wieder neu erfinden. das schaffen nur marken mit persönlichkeit und starken werten.

keine angst vor verlusten
eine marke, die sich durch veränderungsprozesse aus der starrheit hinausbewegt, wird immer opfer bringen müssen. was viele vergessen: verluste werden in jedem fall zu verzeichnen sein – ob man sich nun verändert oder nicht. die frage lautet also wie wir proaktiv auf die gewinnung neuen vertrauens bei veränderten bedingungen hinwirken können? möglich ist das nur durch ein neues kommunikationsverhalten. dazu müssen wir den change-prozess rechtzeitig, ehrlich und intensiv nach innen und außen begleiten. damit haben wir die größten chancen, möglichst viele menschen auf den weg mitzunehmen und sogar neue fans und unterstützer zu gewinnen.

loslassen!
wenn sie neues fassen wollen, sollten sie altes zuvor loslassen. prüfen sie also, von welchen vorstellungen und erwartungen sie sich trennen müssen, damit sie das neue be- und ergreifen können. dabei sollte der anker ihrer marke für sie selbst und für andere immer klar verortet sein. besinnen sie sich auf ihre stärken und machen sie transparent, wie sie die veränderung durchführen möchten. damit bieten sie sicherheit und orientierung.

gut ding will weile haben
unser technischer fortschritt hat unserem denken leider schon mächtigen schaden zugefügt.
die wysiwyg-drag&drop-instant-drivethrue-mentalität fordert von uns die schnelle lösung und gerne auch mal eine »schmerztablette«. dabei wissen wir doch alle: gut ding will auch heute noch weile haben.

 

Musik:
S Strong – Whitestick by S Strong https://soundcloud.com/s_strong
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Music promoted by Audio Library https://youtu.be/mFz_r_CNB08