»infografik jenseits von torten und balken« – oder wie man zahlen zum sprechen bringt

von sons – agentur für strategische und kreative markenentwicklung.

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infografik kommt in der berufspraxis eines gestalters öfter vor als man denkt. oft handelt es sich dabei um die gängigen balken-, torten-, oder kurvendiagramme – vorwiegend in powerpoint-präsentationen. aber auch organigramme oder erklärende illustrationen werden oft zur erläuterung komplexer sachverhalte benötigt. dabei kommt es aber nicht nur auf eine kreative umsetzung an, sondern auch darauf, dem inhalt gerecht zu werden.

der durchschnittliche leser hat immer weniger zeit. infografiken sind eine möglichkeit, entwicklungen, komplizierte zusammenhänge, oder produktvorteile auf einen blick – und ohne viele worte – erfassbar zu machen. aber wie müssen diese grafiken aufgebaut sein, damit sie eindeutig und schnell erfassbar sind? wie kann man kreativ mit infografik umgehen, um einen individuellen stil zu entwickeln, der zur identität des unternehmens passt und dessen corporate design aktiv unterstützt?

diese fragen beschäftigen mich seit meiner ausbildung, spätestens aber seit meinem studium, als ich das erste mal bewusst mit infografik zu tun hatte. deshalb sprach mich der workshop »infografik jenseits von torten und balken« der typografischen gesellschaft münchen (tgm) sofort an. dort konnte ich mich ende oktober ein wochenende lang mit gleichgesinnten austauschen und an vielen fallbeispielen testen und diskutieren, wie infografik funktioniert, wie man sie systematisieren kann und wie man diese noch interessanter darstellen kann.

geleitet wurde das seminar von dirk aschoff, der seit über 20 jahren als infografiker in verlagen und agenturen tätig ist und im moment die abteilung visuelles storytelling der bildgruppe leitet. dirk ergänzte unser erarbeitetes wissen durch viele tips und praxisbeispiele und eröffnete uns neue sichtweisen auf die visualisierung von infografiken.

so wurde unter anderem unser bewusstsein geschärft, dass aussage, kontext und nutzen das design sehr stark beeinflussen und jede infografik ein »big-picture« benötigt. dieses leitmotiv sollte möglichst einprägsam sein und den leser aktivieren. wer hat schon lust sich durch seitenweise technische erklärungen und bleiwüsten aus zahlen durchzuquälen, wo doch meist ein bild mehr sagt als tausend worte…

danke für diesen tollen workshop und viele neue impulse, die ich gerne sofort in die tat umsetzen möchte.

sonja vollmer

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